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再见

。。。heisst es nun fuer uns. Unser Freiwilligendienst in Nujiangist vorueber. Heute Abend werde ich den Flieger zurueck nach Deutschland nehmen. Hanna wird nach einem kurzem Urlaub im Sueden Yunnans Ende des Monats nachkommen. Niemals werden wir vergessen koennen, was wir die letzten 10 Monate alles erlebt haben. Wir lassen so vieles hinter uns. In das deutsche Leben zurueckzufinden wird schwer fallen, doch wir freuen uns auf Familie und Freunde!

Wir moechten nochmal allen danken, die uns bei unserer Arbeit unterstuetzt haben. Danke an alle, die uns Mut und Zuversicht gaben, zu Zeiten, in denen wir kleine Einbrueche hatten.

AKE SCHAMO!!! (wie die Lisu ihr Danke ausdruecken wuerden

Julia

14.7.10 03:32


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Waschmaschinen

Nur kurz das Neuste

Von einigen Spendengeldern haben Julia und ich hier an der Schule 3 Waschmaschienen gekauft.

Wir haben sie gekauft, da die Kinder immer nur in verdreckter Kleidung rumlaufen (kein Wunder wenn kleine Kinder mit der Hand waschen müssen) und vor allem auch ihre Betten unglaublich dreckig sind. In den Schlafräumen stinkt es wirklich bestialisch!

Gerade auch im Hinblick darauf, dass es im nächsten Jahr noch viel mehr Schüler geben wird und auch die Erstklässler hier in der Schule wohnen werden fanden wir die Anschaffung sehr sinnvoll!

Dieses Wochenende geht es auch wieder in die Berge zum Kleiderverteilen (sofern das Wetter mitspielt)! Zwei Dörfer sind geplant, aber es wird wohl noch ein ausführlicher Blogeintrag nach vollbrachter Tat folgen...

18.6.10 06:50


Bücher

An vielen Schulen in China gibt es in jedem Klassenraum Bücher. Nicht nur Schulbücher, sondern auch andere Bücher, die die Kinder einfach mal so aus spaß lesen können. Märchenbücher, spannende Geschichten über Helden und ähnliches.

Leider gibt es so etwas an unserer Schule nicht.

In Liuku an der Lushuiyizhong hat Lenny, einer der anderen Freiwilligen, dies einem seiner Schüler erzählt, der sofort Spenden wollte, damit unsere Kinder Bücher bekommen. So waren wir dann als wir letztes Wochenende in Liuku waren mit den Freiwilligen der Lushuiyizhong und besagtem Schüler im Buchladen um geeignete Bücher zu besorgen.

Wir hoffen die Bücher gefallen den Kindern und vielleicht kommt der Schüler im nächsten Monat auch mal an unserer Schule vorbei, was natürlch schön wäre! 

26.5.10 10:15


Händewaschen und Jonglieren

Eigentlich nur ein kurzes Update über unsere neuste Projektarbeit!

Vor einiger Zeit haben wir endlich die "Hygieneschilder" auf den Toiletten angebracht! Nach längerem Suchen haben wir letztendlich doch noch eine kostengünstigere Alternative zum Laminieren gefunden und wir hoffen, dass sich zumindest ein paar Kinder an die Schilder halten 


Ansonsten haben wir noch Luftballons gekauft, als wir in Liuku waren um unser Visum zu verlängern und aus ihnen ca. 95 Jonglierbälle gebastelt. Ganz schön viel Arbeit in die ganzen Luftballons Sand zu füllen, aber da wir neulich mit einigen Kindern jongliert hatten und es ihnen unglaublich viel spaß gemacht hat, dachten wir uns dass es die Arbeit wert ist....


 

26.5.10 05:33


Flower Power

Von unserer Schule kann man wirklich viel schönes erzählen, die Kinder sind super süß und erfüllen die Schule mit ihrem Lachen und ihrer Lebensfreude, doch wenn man es mal objektiv betrachtet, so ist sie ziemlich trostlos! Fünf Gebäude sind auf einem kleinen Gelände in einem Viereck angeordnet, der Schulhof besteht aus Beton und Schotter und es gibt so gut wie keine Pflanzen, oder Bäume. Eine richtige Betonwüste also!

Vor einiger Zeit haben wir so den Entschluss gefasst unsere Schule zu verschönern und die Blumenkästen die am Hauptgebäude angebracht sind zu bepflanzen (zuvor wurden sie als Mülleimer missbraucht).

Heute haben wir es dann endlich geschafft… schon gestern hatten wir Rosen in Fugong gekauft und haben dann den heutigen Nachmittag, mit tatkräftiger Hilfe von Jannis, Marvin und einigen Kindern, damit verbracht gefühlte 100 Eimer mit Erde zu füllen und in die verschiedenen Stockwerke zu schleppen.

Zwischendurch wurden von den Kindern noch einige Insekten entdeckt, die wir natürlich unbedingt probieren sollten und welche eigentlich gar nicht so schlecht schmeckten, auch wenn es ein wenig Überwindung kostete dem Beispiel der Kinder zu folgen, den Insekten die Flügel auszureißen und dann die noch krabbelnden Tierchen in den Mund zu stecken.;-)

Zu guter Letzt konnten die Rosen dann aber eingepflanzt werden und unseren kleinen Helfern noch ein Eis spendiert werden.   

  image

8.5.10 11:09


Morgens zehn Uhr in China…

… kurz vor Unterrichtsbeginn betrete ich die fünfte Klasse im zweiten Stock. Mit Kinderschreien aus allen Richtungen werde ich dabei begrüßt. „Hello Teacher“ wird aus der einen Ecke gerufen „What’s your name“ aus der anderen, und einige Witzbolde in der letzten Reihe rufen „I love you“. Die Kinder haben es sich angewöhnt, unser Erscheinen als Startschuss zu vernehmen, alle englischen Floskeln zuzurufen, die ihnen so gerade einfallen. Als ich im letzten Jahr an die Schule kam, hatten die Schüler noch kein einziges englisches Wort in ihrem Wortschatz . Jetzt sind es zumindest einige Standardsätze;-)

Mein Erscheinen im Raum bedeutet für die Schüler, dass die Spiele langsam eingestellt werden müssen. Oft werde ich gefragt was unsere Kinder denn so in ihrer Freizeit machen. Nun, zunächst einmal ist zu sagen, dass neben dem Unterricht von 7 Uhr bis 9 Uhr am Abend wenig freie Zeit übrig bleibt. Doch in den Pausen zwischen dem Unterricht kann man verschiedene, sehr einfache Spiele beobachten, für die einfach wenig an Material benötigt wird. Die Mädchen spielen unglaublich viel Hüpfseil. Es ist erstaunlich wie viele verschieden Variationen es gibt mit mehreren Personen im Takt über dieses Seil zu springen. Die Jungs sieht man mehr beim Spiel mit kleinen Glasmurmeln, Steinen oder kleinen Gummibändern. Mit den Gummibändern werden übrigens gerne Insekten, am liebsten Schmetterlinge, die sich im Schulgebäude verirrt haben, gejagt und abgeschossen;-)

  

Nachdem die Melodie zum Unterrichtsbeginn ertönt hat, schleichen auch die Letzten zu ihren Plätzen. „Good Morning boys and girls“ – die Antwort der Schüler darauf lautet demgemäß natürlich auch „Good Morning boys and girls“. Ein wenig enttäuscht bin ich nun schon. Die Stunde zuvor hatte ich mit der Klasse erneut die Wörter für Junge und Mädchen wiederholt. Doch sobald sie in einem anderen Zusammenhang, als den zuvor gelernten auftreten, in diesem Fall bei der Begrüßung,  sind sie wieder vergessen. Man gewöhnt sich daran, alles in jeder neuen Satzstruktur erneut zu erklären. Nachdem ich dies getan habe versuchen wir es wieder: „Good morning boys and girls“ – „Good Morning teacher“. Ich lasse nun kurz die Hefte verteilen. Da die Schüler hier wenig Sinn für das ordentliche Behandeln von Schulsachen zu haben scheinen, sammele ich diese nach jeder Stunde ein. Würden ich dies nicht tun, wären einige Hefte in kurzer Zeit verschwunden, manche hätten sie für andere Fächer verwendet, manche als Malbuch, und wieder einige als Klopapier für die Toilette. Haben alle ihr Heft erhalten, so frage ich die Kinder erst auf Englisch, dann auf Chinesisch was wir den die vorherige Stunde gemacht haben.  Das wir mittlerweile die chinesische Sprache in Grundlagen mehr oder weniger beherrschen, macht uns Vieles einfacher. Natürlich war dies nicht immer so. Zu Beginn meiner Arbeit an der Schule musste ich viel Pantomimisch, oder durch eine kleine Zeichnung an der Tafel erklären. Wenn meine chinesische Aussprache mal wieder unbegreiflich ist, oder mir die nötigen Vokabeln fehlen , muss ich dies natürlich auch jetzt tun. „America“ rufen nun die einen aus der ersten Reihe „China“, einige von weiter hinten. Ich kann mich freuen, dass wohl doch etwas hängengeblieben ist. Die Stunde zuvor habe ich mit den der Klasse über Nationalitäten geredet, wie man fragt aus welchem Land man kommt und wie man dies beantworten kann. Dazu habe ich die Nationalhymnen einiger Länder mit dem Computer vorgespielt und die Deutsche Hymne natürlich selbst mitgesungen. Ich lasse nun zwei „Freiwillige“ nach vorne kommen und den Dialog zu „where do you come from“, mit meiner Hilfe vorspielen. Klappt dies gut oder nicht, im Anschluss müssen alle Kinder die Freiwilligen durch einen kleinen Beifall belohnen.

„Heute bringe ich euch wie versprochen ein neues Lied bei“ – Jubel von allen Seiten. Habe ich einen Unterschied der Lisukinder zu den Kindern in Deutschland entdeckt, dann wie wahnsinnig musikalisch sie sind. Jeder könnte sofort, ohne verschriftlichte Liedtextform, über mehrere Minuten singen, aus voller Seele natürlich. Ein Schüchternes „Vor-sich-her-Summen“ gibt es nicht. Wenn gesungen wird, dann laut. Ein Schamgefühl beim Singen und Tanzen, wie ich es aus Deutschland kenne, begegnet mir hier nur bei mir selber. Das Lied das ich der Klasse beibringen möchte kennt bei uns in Europa wohl jeder: „Old MacDonald had a farm, EIEIO“. Nachdem ich das Lied kurz vorgespielt habe ist die Motivation noch einmal gestiegen. Insbesondere das EIEIO am Ende jedes Verses, kommt bei den kleinen gut an und ist schon nach dem ersten Vorspielen aus allen Richtungen zu vernehmen. Alle müssen nun den Text zum Lied in ihr Heft übernehmen. Dabei laufe ich ein wenig durch die Reihen und schaue über die Schultern. Singen ist nämlich schön und gut, abschreiben dann allerdings für einige wieder weniger. Da wird lieber der Mitschüler in der Reihe vor einem getreten, das Heft des Nachbarn bekritzelt, oder unter dem Tisch die Ecke des Englischbuchs mit dem Feuerzeug angebrannt (was ich da schon alles erlebt habe :D ). Manche Schüler setze ich nun lieber von der letzten in die erste Reihe, oder einfach auf einen Platz neben dem anderen Geschlecht. In diesem Alter haben sich Mädchen und Jungen einfach noch nicht so gerne, und ein Junge hat einem Mädchen einfach viel weniger zu sagen als einem anderen Jungen;-) Nachdem mir dann auch die letzten gesagt haben, das der Text fertig abgeschrieben wurde, übersetze ich kurz Zeile für Zeile auf Chinesisch. Im Anschluss wird jede Zeile erst von mir, dann von der ganzen Klasse aufgesagt, bis die Aussprache in Ansätzen funktioniert. Dies ist wohl der chinesischste Unterrichtsteil der Stunde. Das Nachsagen klappt immer gut, denn die Kinder sind diese Art des Lernens aus allen anderen Fächern gewöhnt. Es wird in China sehr viel durch vorsprechen und nachsagen gelernt. Kurz bevor die 40minütige Englischstunde auch schon wieder vorbei ist, spiele ich das Lied nun noch einmal vor und ermutige zum mitsingen. Die Aussprache ist für die Kinder schwer und sehr schnell, aber alle versuchen es zumindest, und viele sind nach kurzer Zeit auch schon sehr gut. Spätestens beim EIEIO setzen alle pünktlich einJ Die Musik zum Stundenende ertönt.

Durch ein „BYE BYE“ beende ich damit auch die Englischstunde – ohne selbst einen Schüler dafür nennen zu müssen, sammelt ein Freiwilliger alle Hefte ein und bring sie nach vorne zu mir. Manche Kinder bleiben noch kurz in der Klasse, schauen sich die Sachen in meiner Tasche an, fragen alles mögliche, schenken mir ein selbstgemaltes Bild usw.  Nach und nach sind aber auch die letzten zum Mittagessen in Richtung Kantine verschwunden.

4.5.10 03:59


JETZT ist es soweit...

Unser Projekt hat nun eine eigene Homepage, die unter folgendem Link zu erreichen ist:

 

http://www.baumhaus-projekt.de/

 

WIR SUCHEN PATEN FÜR UNSERE KINDER

Das BTAC-Projekt ist gestartet. Nähres hierzu auf unserer neuen Homepage!


5.4.10 16:15


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